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Worte für den Januar 2020

Etwas vorgenommen für das neue Jahr

Liebe Leserinnen und Leser,

Und? Haben Sie sich auch etwas vorgenommen für das neue Jahr? Mehr Sport, gesunde Ernährung, mit dem Rauchen aufhören, mehr auf die Anderen achten, weniger fliegen, mehr lernen, die Arbeit aufmerksamer verrichten, ein Instrument lernen, mehr auf die Umwelt achten, ein Haus bauen, einen Berg besteigen, einen Marathon laufen, mit Deutschland die Fußball-Europameisterschaft gewinnen… So viele gute Vorsätze. Oftmals mit großem Enthusiasmus beschlossen, bricht man seine Vorsätze doch recht schnell mit nicht minder großer Entschlossenheit.

Mal ehrlich, haben Sie Ihren Vorsatz über die erste Woche im Januar retten können? Ja? Na dann, herzlichen Glückwunsch. Aber ich wage doch zu behaupten, dass es den wenigsten so geht. Wir nehmen uns etwas vor und müssen dann frustriert feststellen, dass es nicht die zusätzliche Zahl in der Jahresangabe ist, die uns die Kraft schenkt, um unser Leben zu verändern. Das ist es doch schließlich, was man mit einem Vorsatz erreichen will, eine Veränderung.

Dieses Jahr, dachte ich, will ich mir keinen Vorsatz machen. Nein, nein, nicht weil ich denke, dass mein Leben, dass ich keiner Veränderung bedarf. So vermessen dachte ich nicht. Vielmehr, weil die vielen Vorsätze davor mich von einer Sache überzeugten: die Realisierung hängt nicht (nur) von mir ab. Also keinen Vorsatz für das Jahr 2020. Nein. So ganz stimmt das auch nicht. Einen Vorsatz habe ich gefasst: alles anzunehmen, was mir vorgesetzt wird. Alles als Geschenk zu sehen, was Gott mir tagtäglich vorsetzt. Wenn er doch mein Leben führt und lenkt, dann muss ja doch alle entscheidende Veränderung, die mich zum Glück führt, aus dem kommen, was er mir schenkt. Wieso also viel Energie in Nebenschauplätzen aufwenden. Mein Vorsatz: Ich will versuchen alles anzunehmen, was der liebe Gott mir tagtäglich schenkt. Ich glaube, das wird einiges verändern. Der Eine macht alles sehr viel einfacher. Und es wird noch besser: Wenn es mal nicht klappen sollte mit dem Vorsatz, Er schenkt immer wieder einen Neuanfang.

Uns allen wünsche ich, dass wir dieses Jahr der Liebe und der Einfachheit dieses Gottes begegnen können. Ein gesegnetes Jahr 2020 auch im Namen der ganzen Gemeinde St. Georg in Hoppegarten.


Diakon David Hilus