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Worte für den April 2020

plötzlich geschieht es

Liebe Leserinnen und Leser,

plötzlich geschieht es. Zunächst kann man es kaum glauben. Plötzlich erkennt man etwas Neues am Baum. Plötzlich beginnen die Knospen zu wachsen. Plötzlich erwecken die ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings das erste Grün, das die blasse Winterlandschaft durchbricht. Plötzlich verwandelt sich alles – es ist Frühling und wir sind mittendrin. April hat seinen Namen aus dem Lateinischen aperire – öffnen. Inmitten des kargen Winter öffnet sich plötzlich eine Tür, die Licht durchlässt. Inmitten des Todes entsteht Hoffnung.

Angesichts unserer menschlichen Reaktionen, unserer Sorgen und Ängste, unserer Furcht, die jetzt im Zusammenhang mit der Corona-Krise entstanden sind, ist mir eine Sache wieder sehr bewusst geworden: die Furcht vor dem Tod. Das ist etwas, was uns alle verbindet, ob alt oder jung, ob arm oder reich, erfolgreich oder nicht – das teilen wir als Menschen, wenn auch in unterschiedlichem Maß. In diesem Monat freuen wir uns als Christen nicht nur über das Erwachen der Natur. Wir freuen uns nicht nur darüber, dass der Winter endlich vorbei ist – ich tue das wirklich. Die Freude ist viel größer, denn sie betrifft genau diese Furcht, die wir alle teilen. Denn wir Christen feiern, dass jemand uns von dieser Furcht vor dem Tod, die Quelle aller Ängste, befreit hat. Jemand ist gestorben und hat den Kampf aufgenommen gegen den Tod, hat den Kampf aufgenommen gegen die oftmals karge Landschaft unseres Lebens und hat etwas Neues gebracht. Jetzt müssen wir uns nicht mehr fürchten, nicht vor einem Virus und auch vor sonst nicht – denn wir haben das Leben auf unserer Seite und das feiern wir an Ostern!


Diakon David Hilus