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Worte für den September 2020

Frohe Botschaft des Christentums

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es einen Mann, der nicht in seine Heimat zurückkehrte, um als Sieger zu feiern oder in die Hände der Gegner fiel, weil er auf der Verliererseite stand. Der japanische Leutnant Onoda Hiro, der auf der philippinischen Insel Lubang stationiert war, und zwei seiner Mitstreiter hatten nichts mitbekommen von der Landung der Alliierten in der Normandie und der Kapitulation. Sie versteckten sich ganz tief im Dschungel und harrten aus. Ganz abgeschnitten von der Außenwelt, kämpften sie weiter in Guerilla-Taktik, bis nach etwa 18 Jahren nur noch Onoda übrigblieb. Noch bis 1974 kämpfte er weiter und ließ sich von nichts abhalten. Selbst als japanische Flugzeuge Flugblätter über der Insel abwarfen, hielt er durch. Feindpropaganda, so dachte er. Erst der neugierige Student Suzuki machte sich auf die Suche nach dem verschollenen Helden und wurde fündig. Onoda jedoch, der der Botschaft vom Kriegsende immer noch misstrauisch gegenüberstand, weigerte sich strikt, ohne Befehl seines Vorgesetzten die Insel zu verlassen. So brachte der wagemutige Student den Buchhändler und ehemaligen Major im Rollstuhl auf die Insel. Dieser nun überbrachte ihm die frohe Botschaft: Der Krieg ist zu Ende! Du musst nicht mehr kämpfen! Er befahl ihm, sich zu ergeben. Im Jahr 1974, also 19 Jahre nach Kriegsende, war der Krieg erst für Onoda Hiro zu Ende.

Diese historische Ereignisse fielen mir ein, als ich darüber nachdachte, was die Frohe Botschaft des Christentums bedeutet. Vielleicht plagen wir uns ab mit vielen Sorgen und Mühen, Vielleicht gibt es viele Dinge, die uns innerlich unfrei machen. „Es gibt einen, der schon gewonnen hat! Der Krieg ist vorbei!“, sagt da die Frohe Botschaft. Schön, das immer wieder zu hören: Jesus hat für uns gewonnen. Wir müssen uns nicht mehr alleine mühen und plagen.

Kaplan David Hilus

Am Tag des offenen Denkmals (So. 13.09.) ist St. Georg, An der katholischen Kirche 2, Hoppegarten von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet und lädt zum Besuch ein.