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Worte für den Mai 2019

Wendepunkt

Manchmal frage ich mich, ob mein Leben in die richtige Richtung geht, oder wie ein Planet immer auf derselben Bahn (von der Sonne fernen Bahn) dahinzieht.

Um einen Himmelskörper umzulenken, sind große Kräfte von Nöten. Wenn er aber in die Nähe eines großen Gestirns gerät, so ändert sich seine Bahn.

So kann auch unser Leben durch die Nähe Gottes verwandelt und umgelenkt werden.

Es gibt allerdings einen wesentlichen Unterschied. Die Sterne bewegen sich nach den Gesetzen der Mechanik, sie können nicht anders. Wir sind mit Vernunft und Freiheit begabte Wesen, das heißt zumindest zum Teil bestimmen wir selbst, wer uns bestimmt.

Ist es die Politik mit ihren anstehenden Wahlen des neuen Europäischen Parlaments oder die verwundete Kirche der Ort dieser Wende? Glauben wir, dass unser Leben und das Schicksal Europas (nochmal) eine Wende zum Guten hin nehmen kann?

Im Paradox des Kreuzes Jesu Christi geschah diese kosmische Wende für die Geschichte der ganzen Menschheit und somit auch für die Geschichte Europas. Die ganze Bosheit des Menschengeschlechtes hat hier nicht nur einen Endpunkt gefunden, weil ER sich nicht gewehrt hat, sondern in seiner Auferstehung und der Aussendung des Heiligen Geistes am Pfingstfest breitet sich das neue Leben aus. Bewegt durch das Gesetz dieser Liebe haben Menschen wie der heilige Franz von Assisi, der heilige Bonifatius und der heilige Johannes Paul II. nicht nur die Geschichte der Kirche, sondern auch die Geschichte Europas gewendet.


Auch für uns, ob alt oder jung, gesund oder von Krankheit gezeichnet, einsam oder in Gemeinschaft: für jeden möchte Gott diese Wende und Umkehr. Und zwar durch und mit uns. Es gibt keinen point of no return für unser Leben.


Pfr. Dr. Robert Chalecki