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Worte für den März 2019

Asche auf mein Haupt

Liebe Leser,

Sie kennen vielleicht den Spruch: „Asche auf mein Haupt.“ Er drückt aus, dass man etwas bereut, bedauert – das Eingestehen von Schuld oder eines Fehlers.

Am 6. März beginnt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit. An diesem Tag hat jeder Christ die Möglichkeit, sich in einem Gottesdienst ein Kreuz aus gesegneter Asche auf die Stirn zeichnen zu lassen. Diesen Brauch gibt es seit dem 11. Jahrhundert und er soll uns Christen bewusst machen und einladen, unser Leben in den kommenden 40 Tagen der Fastenzeit neu in den Blick zu nehmen. Ja, immer wieder tappen wir im Zusammenleben in die Schuld-Falle. Das geschieht oftmals in den „kleinen“ Dingen, manchmal aber auch im Großen. Wir sind nun einmal Menschen mit je eigenen Unzulänglichkeiten – wir werden immer wieder schuldig an unseren Mitmenschen. Sei es durch die kleinen, „normalen“ Lügen, die uns manchmal recht schnell über die Lippen kommen, oder durch die größeren Verletzungen, die wir in Wort und Tat unseren Mitmenschen antun… Es ist aber vielleicht auch das Gute, das wir tun könnten, es aber, aus welchen Gründen auch immer, unterlassen. Nun will der Aschermittwoch uns nicht dazu einladen zu erkennen, was für schlimme Menschen wir sind, sondern uns zeigen, dass es immer wieder die Möglichkeit des Neubeginns gibt. Also den Blick nach vorn richten, zu versuchen, es besser zu machen. Und das kann aus meiner Sicht ja nicht der schlechteste Anspruch sein. Auch wenn Sie kein Christ sind und kein Kreuz aus Asche auf die Stirn bekommen – das eigene Leben einmal in den Blick zu nehmen und vielleicht einen Neuanfang zu wagen, ist doch trotzdem möglich. Wenn es dem besseren Zusammenleben der Menschen dient, ist es das doch allemal wert.

In diesem Sinne nur Mut und seien Sie behütet

K. Stachowiak Gemeindereferent