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Worte für den Mai 2018

150 Jahre Rennbahn Hoppegarten
und die katholische Kirchengemeinde St. Georg

 

In diesem Jahr 2018 wird das 150jährige Bestehen der Pferderennbahn Hoppegarten gefeiert. Das genaue Jubiläum fällt in den Mai. Am 17. dieses Monats im Jahre 1868 gibt es das erste Pferderennen. Sowohl König Wilhelm I. als auch der spätere Reichskanzler Otto von Bismarck sind zugegen. Hoppegarten wird bald zu einer der führenden Rennbahnen des Kontinents. Der Ort kommt mehr und mehr in Kontakt mit Gästen aus Nah und Fern, mit verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, Experten des Pferdesports aus ganz Europa, die sich ansiedeln – und: verschiedenen Konfessionen.
Nach den ersten großen Rennen lassen sich immer mehr Trainer und Jockeys aus ganz Europa – Tschechien, Österreich und v.a. England – nieder. Im Umfeld der Rennbahn werden zunehmend auch Wander- und Saisonarbeitern tätig. Bald schon wurde der Ruf nach einer katholischen Präsenz vor Ort laut.
1899 war es dann soweit: am 19. Juli wird der Potsdamer Kaplan Karl Brysch zum Kuratus in Hoppegarten bestellt. Auch die Rennbahn sieht sich in Verantwortung für ihre katholischen Mitarbeiter: 1902 wird vom Unionklub der katholischen Kirche ein Grundstück als Schenkung übereignet, auf dem dann der zugehörige Bau errichtet werden soll. Nach der Planungsphase ist die Kirche in nur acht Monaten errichtet.
Eine neugotische Backsteinkirche, auf einer idyllischen Anhöhe stehend, mit einem 36 Meter hohen Turm, in dem drei Glocken Platz finden. Am 5. März 1905 wird die Kirche eingeweiht. Name und Patron der Kirche: St. Georg, der reitende Drachentöter. Der Legende nach hat er eine Jungfrau und eine ganze Stadt durch seine Tapferkeit von der Tyrannei des Drachen befreit. Der tapfere Reiter – ein passender Patron für eine Gemeinde, deren Katholiken im Umfeld der Rennbahn zu Hause sind. Darunter auch Pferdejockeys aus Schottland. Der Dahlwitzer Friedhof gibt mit ihren Gräbern beredtes Zeugnis. So ist die Geschichte des Ortes, der Rennbahn und der katholischen Kirche eng verbunden. Herzlichen Glückwunsch, Rennbahn!

Pfarrvikar Marc-Anton Hell