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Worte für den November 2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Monat November steht bei den meisten Menschen vermutlich im Ranking der Jahresmonate nicht ganz so weit oben. Januar, ein neues Jahr beginnt, wir hoffen vielleicht, dass es besser oder mindestens genauso gut wird, wie das vergangene, auf jeden Fall hat er die Spannung des Neubeginns in sich. Der Februar, Zeit für den Winterkurzurlaub, ob mit oder ohne Schnee, dann April, Mai, endlich Frühling. Alles beginnt zu blühen, die Tage werden länger. Die Sommermonate = Urlaubs- und Reisezeit. Aber der November? Der Herbst hat uns voll im Griff, die Tage werden empfindlich kürzer, der November erinnert uns an die Vergänglichkeit von Natur und Mensch. Dazu tragen sicherlich auch die kirchlichen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen, gleich am Monatsbeginn bei. Feiertage? Sind Gedenktage an Verstorbene wirklich Feiertage? Für Christen sollte es so sein. Bei aller Trauer um verstorbene Angehörige oder Freunde gibt es ja aus christlicher Sicht die Zusage, dass mit dem irdischen Tod das Leben nicht zu Ende ist. Wir dürfen in liebevollem Gedenken an unsere Verstorbenen das Leben feiern. Das Leben, welches sie hier unter uns gelebt haben, das Leben, das einem jeden von uns geschenkt wurde, mit allen Höhen und Tiefen und das Vertrauen in Gottes Zusage, dass er uns nach diesem Leben eine neue, andere Wirklichkeit in seinem Licht zeigen wird. Aus meiner Sicht also schon ein Grund zum Feiern…

Und dann gibt es im November ja auch noch das Martinsfest am 11.11. Nicht zu verwechseln mit dem Karnevalsbeginn. Der Heilige Martin, der für uns immer wieder, Jahr für Jahr, mit seinem gelebten Glauben daran erinnert, dass wir achtsam miteinander umgehen sollen und gerade mit den Menschen in unserem Umfeld, die unsere Zuwendung und Hilfe am nötigsten brauchen. Schauen Sie sich um, ich bin sicher, es gibt diese Menschen auch in Ihrer Nähe. In diesem Jahr sind wir ganz besonders dazu aufgerufen und darauf angewiesen, daran zu denken, dass mein Handeln der/dem anderen vielleicht schaden könnte. Der Heilige Martin hat dem Bettler den halben Mantel geschenkt, wir können durch unser umsichtiges Verhalten vielleicht Leben schenken…

Auch wenn der November vielleicht nicht ganz so beliebt ist, er hat seinen Platz im Jahreslauf und ich finde, er hat ganz viel zu bieten!

Seien Sie behütet.

K. Stachowiak

Gemeindereferent